Unterwasserhockey


gehört zu den Sportarten, die den Spielern mehr Spaß machen als den Zuschauern, denn es wird unter Wasser gespielt, was das Zuschauen schwierig macht. Wer noch nie von Unterwasserhockey gehört hat, stellt sich am Besten vor, dass jemand Hockey mit Schnorcheln unter Wasser spielt, denn Unterwasserhockey ist im Grunde nur eine Kombination aus Tauchen und Feldhockey. Natürlich sollten die Spieler gute Schwimmer und Taucher sein, denn als Mannschaftssportart fordert Unterwasserhockey ein hohes Maß an Koordination und Spielübersicht. Man kann seine Mitspieler nämlich nur an der Farbe der Schläger und ihrer Badekappe erkennen. Ein Spieler ist mit einem Schnorchel mit Mundschutz ausgerüstet, einer farbigen Badekappe, einer Maske fürs Gesicht, Flossen zum Schwimmen, einen kurzen Schläger in der Farbe der Kappe und einem Handschuh. Gespielt wird mit einem Bleipuck, der über den Fliesenboden des Schwimmbeckens in circa drei Meter breite Tore getrieben wird. Es besteht aus einer Metallrinne, die eine Rückwand aufweist. Die Badekappen entsprechen denen, die beim Wasserball eingesetzt werden und sind mit einem Ohrmuschelschutz ausgestattet, wobei die Kappe die Spielernummer anzeigt. Der Schläger beim Unterwasserhockey ist allerdings nur knapp 35 Zentimeter lang.

Unterwasserhockey gehört zu den neuen Trendsportarten und wurde das erste Mal öffentlich in Deutschland 1996 trainiert. Das Unterwasserhockey wurde zwei Jahre später beim Verband der Deutschen Sporttaucher integriert und die besten Spieler nehmen an internationalen Wettbewerben teil wie der Europameisterschaft. Inzwischen trat die Nationalmannschaft sogar bei einer Weltmeisterschaft an. Als Wettkampfsport kann man Unterwasserhockey allerdings nur in München, Laubach und Elmshorn betreiben sowie in Zürich in der Schweiz. Wer den Sport nur zum Vergnügen betreiben möchte, braucht dafür eigentlich nur ein normales Schwimmbecken, jeweils sechs Spieler pro Mannschaft, einen Schiedsrichter und die übliche Ausrüstung. Natürlich macht es gerade tauchbegeisterten Menschen Spaß, unter Wasser einen Hockeypuck in das gegnerische Tor zu treiben. Spaß macht eben, was man besser kann als andere. Damit es nicht zu anstrengend für die Spieler wird, spielt man Unterwasserhockey in zwei Halbzeiten zu je 15 Minuten. Allerdings gibt es keine Spielpause wie beim Fußball. Die Mannschaften wechseln einfach nur die Seiten und spielen dann weiter. Als Reserve am Beckenrand warten vier Spieler, die fliegend wie beim Eishockey gewechselt werden können. Dabei gibt es Strafzeiten und Strafstöße sowie die Penaltys wie beim Eishockey. Die Spieler können den Bleipuck bis zu einem Meter hoch und bis vier Meter weit "flicken", also schießen.

Ursprünglich hat das Unterwasserhockey 1954 der Tauchlehrer Alan Blake erfunden. Der Tauchlehrer wollte spielerisch die Tauchfertigkeiten seiner Schüler erhöhen. Doch das Spiel machte viel zu viel Spaß, um nur privat gespielt zu werden. England, Frankreich, Holland, Belgien, Slowenien und Italien sind klassische Länder, in denen Unterwasserhockey gespielt wird. Dieser Sport wird so gern gespielt, weil er völlig ohne Körperkontakt auskommt. Niemand darf einen Spieler behindern oder festhalten. Selbstverständlich darf der Puck nur mit dem Schläger und niemals mit der Hand bewegt werden, was von den zwei Schiedsrichtern mit Strafstößen geahndet werden würde. Wenn eine Mannschaft den Spieler wechselt muss der Abgänger das Wasser komplett verlassen haben, bevor der andere Spieler ins Wasser eintauchen darf. Verstöße aller Art werden mit lauten, akustischen Signalen angezeigt. Wer sich für diese Sportart interessiert, kann sich zunächst im Internet auf den entsprechenden Portalen darüber schlau machen. Da Unterwasserhockey noch eine Trendsportart ist, führt nicht jedes Sportgeschäft die entsprechende Ausrüstung. Aber auch sie kann durchaus im Internet erworben werden.


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